Artikel-Schlagworte: „Chris Cunningham“

Der Tag, an dem die Erde stillstand (oder sich nur noch minimal bewegte)

Noch immer ist der Blog eine Baustelle, mittlerweile jedoch zunehmend schrumpfend. Kleinere Lecks müssen noch abgedichtet werden und dann kommen endlich die so vollmundig meinerseits angekündigten Artikel. Aber der Blog soll ja auch nicht verwahrlosen, und so präsentiere ich einige neue Funde und alte Lieblinge – Vorhang auf.
Das folgende Video zeigt Aufnahmen, die mit der SprintCam V3 HD gemacht worden sind. Diese soll es dem Filmenden erlauben mit 500 bis 1.000 Frames pro Sekunde durchgängig in HD-Qualität aufzunehmen. Damit lassen sich Sequenzen visualisieren, die 20 bis 40mal langsamer sind, als die Normalgeschwindigkeit. Und dabei kommen unglaubliche Szenen in slow motion heraus, die eine bis dato nicht bekannte Körperästhetik exponieren. Was dies an ästhetischen Möglichkeiten für Spielfilme, Dokumentationen, Musik- und Werbeclips eröffnet, ist kaum absehbar. Ich bin mehr als gespannt.


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Das nächste Video mit dem unprätentiösen Titel Autumn Story ist ein Musikclip der Firekites, realisiert durch Lucinda Schreiber und Yanni Kronenberg. Das Video ist tatsächlich aus Einzelbildern montiert (1.900 wurden laut Schreiber gefilmt) und das Ergebnis ist wirklich phantastisch. Kreidestriche auf der Schiefertafel machen sich selbständig – was für ein schöner Anachronismus.


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Und zum Schluss folgen noch zwei Videos des großartigen Chris Cunningham, dessen zum Teil atemberaubende Werbespots und besonders Musikvideos immer wieder ein wahrer Augenschmaus sind. Hier wird wieder einmal unter Beweis gestellt, dass ein Film, egal welchem Genre zugehörig, den Zuschauer am ehesten packt, wenn dieser eine Geschichte erzählt.


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Wer ein wenig Zeit in den kommenden Tagen amüsiert verschwenden will, der sollte schnell hier klicken.

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Die unendliche Langsamkeit der Körper

Heaven (Fully Flared Intro Video Remix)

Hier sehen wir einen Recut des Fully Flared Skateboardfilms von Spike Jonze und Ty Evans für die Band Unkle. Die in extremer slow motion ausgestellte Körper- und Bewegungsästhetik der Mitglieder des Lakai Skateboard Teams, der hervorragende Schnitt und die Kongruenz zwischen der Langsamkeit der Bilder und der Musik sind ein einziger Hochgenuß. Spike Jonze ist neben Michel Gondry und Chris Cunningham einer der großen amerikanischen Musikclipkünstler und dem Publikum in den letzten Jahren insbesondere durch seine Verfilmungen der beiden Drehbücher Charlie Kaufman’s, Being John Malkovich und Adaption (beide sehr zu empfehlen) einem größeren europäischen Publikum bekannt geworden. Ich habe das Video bereits ein halbes Dutzend mal gesehen und freue mich schon auf das runde Dutzend.

Wer sich für die Arbeiten genannter Regisseure interessiert, dem seien die Filme der Reihe Directors Label absolut zu empfehlen.

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