Moviesampler#3
Ein neues Jahr, ein neuer Sampler. Nach dem Filmfestival Max Ophüls Preis, auf dem vor jedem Langfilm ein Kurzfilm läuft, die ich meistens echt klasse finde, habe ich mich gefragt, was mit diesen Filmen eigentlich nach den einschlägigen Festivals passiert? Im Kino sehen wir sie eher selten und die Wenigsten erscheinen auf DVD. Der Großteil verschwindet wohl auf Nimmerwiedersehen in den Archiven der Produktionsfirmen und Hochschulen. Das finde ich unglaublich schade, da gerade im Kurzfilm so viel Mut zu visueller Spielerei, zu Experiment, Subversion und Kritik herrschen kann. Also machte ich mich auf die Suche im Netz und wurde auch relativ schnell fündig.
Vimeo ist für mich ein Quell visueller Freuden geworden. Hier drei channels, die sich wirklich lohnen.
01SHORTFILM ______ Only the best, international, award-winning, CINEMATIC shortfilms
01SHORTFILMX ____ Only the best, international, award-winning, EXPERIMENTAL shortfilms _________
zoom zeigt Independent Kurzfilme
Weiter geht es mit einem Frankokanadier namens Patrick Boivin. Der folgende Kurzfilm handelt von einem Zombieclown, der durch Cola zum Leben erweckt, eine Kleinstfamilie verspeist – das Ganze untermalt von Mozart. Eine surrealistische, tragikkomische Avantgarde-Homage. Mir hat es gefallen.
Und nun zu den Spielfilmlängen:
Valkaama ist ein kollaborativer Open Source Film in Spielfilmlänge von Tim Baumann und wurde inklusive aller Quelldaten unter der Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen Lizenz (CC-BY-SA) veröffentlicht. Damit können Remixe auch zu kommerziellen Zwecken erstellt werden, solange Weiterentwicklungen wieder unter derselben Lizenz stehen und der Urheber genannt wird (via).
Hier geht es zu der Website. Der Film kann dort entweder direkt geschaut, vom Server oder per Bittorrent heruntergeladen werden. Und die Filmmusik gibt es noch oben drauf – Klasse!
Und natürlich die Klassiker. Den Blog Classic Cinema Online habe ich bestimmt schon das ein oder andere Mal erwähnt. Hier gibt es wöchentlich eine liebevoll präsentierte Auswahl an klassischen Streifen, die irgendwo im Netz rumschwirren. Diese Woche sehr zu empfehlen:
Jahr 2022… die überleben wollen (Originaltitel: Soylent Green) ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Film aus dem Jahr 1973, der die Probleme der exzessiven Nutzung endlicher Ressourcen, der Umweltverschmutzung, der globalen Erwärmung und der Überbevölkerung zusammenhängend mit ihren möglichen Auswirkungen in einem Zukunftsszenario thematisiert. Ein Jahr nach dem Bericht „Die Grenzen des Wachstums“ des Club of Rome erschienen, ist der Film einer der ersten Öko-Dystopien. Die Vorlage lieferte Harry Harrison mit seinem Buch New York 1999. (via)
und
Der Thriller Duell entstand 1971 unter der Regie von Steven Spielberg und ist sein erster Spielfilm. Der minimalistische inszenierte und dialogarme Film wurde ursprünglich als Fernsehfilm gedreht, kam aber später sogar nach Europa in die Kinos. Das mit geringem Budget gedrehte Werk war ein unerwarteter Erfolg an den Kinokassen, erhielt aber auch von vielen Kritikern positive Bewertungen und machte damit die Filmwelt in einem größeren Maßstab auf Spielberg aufmerksam. Als Reminiszenz an den B-Movie wurde dessen Grundhandlung in den 2000er Jahren in Spielfilmen, Musikvideos und sogar Werbespots aufgegriffen. (via)









