AVATAR – langweiliger kann Kino kaum sein

cola_pandora

Teddy Adorno hatte Zeit seines Lebens Angst, ein Kinobesuch könnte seinem Verstand schwerwiegende Schäden zufügen. Beim Besuch eines 3D-Blockbuster-Events wie zur Zeit AVATAR eines darstellt, wird diese Vermutung mehr als bestätigt. Doch ist der Adornosche Spleen auf den Hauptfilm bezogen zunächst indiskutabel. Denn zuerst sind 45 Min. schlimmster Werbefilmfolter für vollkommen überflüssige, meist zuckerhaltige Produkte (und der Schweiz), die es natürlich für den Gegenwert eines halben Wocheneinkaufs im Kino käuflich zu erwerben gibt (außer der Schweiz), zu überstehen. Selbst die YouTube-Trailer zum ‘Event’ AVATAR waren zumeist schon mit Werbung voll gestopft, erste Vorboten einer nicht enden wollenden Vermarktungskette. Hat man dann noch die in ihrer Machart grottig bis unterirdischen Lokalwerbespots, die noch nicht mal als Trashkurzfilm gelesen irgend einen Unterhaltungsmehrwert bieten könnten, hinter sich gebracht, ist das Wahrnehmungsvermögen schon derart intensiv benebelt, geprügelt und halb hingerichtet, dass das abschließende intellektuelle Massaker in Form des Hauptfilms endlich beginnen kann. Aber zu früh gefreut, der Knall bleibt aus, es ist ein quälend langsamer Tod.

An dieser Stelle versage ich mich der Inhaltnachkauerei, man kennt den Inhalt aus tausend anderen Filmen seit Erfindung des Kino. Festgestellt werden darf: Ein schlechtes Drehbuch bleibt ein schlechtes Drehbuch bleibt ein schlechtes Drehbuch.

In AVATAR ist alles platt, Inhalt herab gewürdigt auf die erzählerische Minimalkonstruktion, der kleinste gemeinsame Nenner, damit sich wirklich niemand ausgeschlossen und jeder angesprochen fühlen kann – und jeder zahlt. Der Film schafft es mit einer selten zur Schau gestellten Souveränität aber auch jeden Spruch dämlich und redundant erscheinen zu lassen, kaum eine Textzeile hat man nicht schon in hundert anderen Filmen gehört. Das ist übrigens kein Zitieren oder referenzielle Struktur, das ist einfach nur zusammen geschustert und hin gerotzt. Ganz zu Schweigen von den Slapstick-Einlagen, die bereits nach der goldenen Ära des Screwball abgeschmackt erschienen. Das Argument, dass der Action-Blockbuster immer so gestrickt sein müsse, kann an dieser Stelle nicht gelten. Denn es geht doch fern ab der ideologischen Sichtweise noch um Unterhaltung. Ich weiß ja, worauf ich mich einlasse; aber von einem Regisseur im Formate Camerons, der immerhin mit True Lies und Terminator 2: Judgment Day zwei der Ikonen des Genres geschaffen hat derart über den Tisch (also die Kinokasse) gezogen zu werden macht mich sogar wütend. Die oft zitierten Weisungen Billy Wilders “Je subtiler und eleganter du die Wendepunkte der Story versteckst, desto besser bist du als Autor” und “Ich habe 10 Gebote. Die ersten neun lauten: du sollst nicht langweilen.” wurden geflissentlich überhört. Subtilität und Eleganz in Avatar? – Nein, in keinem Moment! Langeweile? – Ja, und zwar stundenlang!

Sonst auch alles wie immer. Geht die gewaltsame Vernichtung eines Lebewesens vom Antagonisten, also von dem moralisch als “Bösen” gekennzeichneten aus, ist es Mord und Unrecht, vom Protagonisten (vice versa dem “Guten”) hingegen, handelt es sich schlicht um Selbstverteidigung, Gewalt zwar als erzwungenes, aufgedrängtes und nichts desto trotz bewährtes Mittel zu Konfliktlösung. Da hilft auch kein Na’vigeheule über den Tod eines pandorianischen Nacktarschdackels zu Anfang des Films mehr. Über die in Scharen mit Giftpfeilen durchbohrten, zerschmetterten und tot gebissenen Söldnern sind dann ebenfalls die Na’vitränen versiegt. Wieder der kleinste Nenner – eben genug dezidierte Gewaltdarstellung (diese in besonders dramatischen Szenen, die als Charaktermotivationen herhalten sollen), dass die kriegerische Schaulust befriedigt wird, sonst eher implizite Vernichtung (übrigens auch einzig zu füllende Leerstellen), damit auch die Vorpubertierenden zur Kasse gebeten werden können. Der Film unternimmt noch nicht einmal den Versuch, so etwas wie eine witzige, unterhaltende, geschweige denn intelligente Geschichte zu erzählen. Insofern ist der Film selbst ein Avatar – die älteste und oberflächlichste Erzählstruktur, das, was wir wieder und wieder und wieder gesehen haben wird uns einfach unverdaut noch einmal serviert nur diesmal mit neuem Herstellungsverfahren und in 3D. Gleiche Scheiße, andere Verpackung.

Man muss schon staunen über die Jubelrufe der hiesigen Presse ob des Films, der allem voran durch seine Hohlheit besticht. Selbst diejenigen Schreiber, die man eher den Intellektuell-Reflektierenden, als den Marktschreiern zuordnen würde, kommen mir vor wie Kleinkinder, die zum ersten Mal einem Silvesterfeuerwerk beiwohnen durften. Mit offenen Mündern posaunen diese ihre -Ohs- und -Ahs- heraus, loben den grandiosen visuellen Stil, resümieren schlicht “Absolut sehenswert!” oder nennen das Ganze “spektakulär, unterhaltsam, clever und bahnbrechend in technischer Hinsicht”. Sennhauser meint sogar “eine halbwegs intelligent erzählte Geschichte” auszumachen – Wo, auf dem Klo während der Pause? – natürlich “gemessen am sonst üblichen infantilen Blockbuster-Niveau”. Wie schlimm, fragt man sich da, mussten denn die Verhältnisse erst werden, dass ein solcher hoch ideologischer Allgemeinplatzstupor tatsächlich als halbwegs intelligent etikettiert wird. Und gerade die hochgelobte Visualität des Filmes halte ich nur für halb gelungen. Denn die zweifelsohne technische Nivellierung, die so einige Hände und Hirne feucht zu machen scheint, wird nicht voll ausgeschöpft. Wie Seeßlen treffend bemerkt hat, sieht das Ganze im “schlechteren Fall aus wie ein cineastisches Pop-up-Buch: Räumlich gestaffelte 2-D-Bilder (die paradoxerweise die Zweidimensionalität der Bildelemente nur umso deutlicher machen)”. Ansonsten teile ich seine Einschätzung nicht. Es stimmt zwar, dass in diesem Film “im besten Fall Räumlichkeit eine eigene Poesie bekommt”, von diesen Momenten jedoch gibt es bestimmt nicht reichlich. Eine Anmerkung zur herausragenden Visualität sei mir noch gestattet: Technische Neuerung, 3D-Effekte und überdimensionierte Leinwände sind kein Qualitätsmerkmal für eine gelungene Montage und gute Photographie! Und was den “semiologischen Selbstbedienungsladen” laut Seeßlen angeht, würde ich mich davor scheuen, diesem auch nur eine Zeile differenzierter Analyse einzuräumen. AVATAR setzt einfach durchweg auf bereits tot interpretierte Zeichen auf, solche, die auch noch jeder in ihrer Einfachheit und Besetzung deuten kann (damit auch ja nichts Verwirrung im Zuschauervieh auslösen könnte) und spart sich dafür die Erzählung. Das einzig gute erzählerische Motiv, der Netzwerkgedanke und der Revolutionsführer an der Strippe (wie lange hält die Verbindung?) verkommt zur hau-drauf-dramatisierten Randnotiz. Hier wird jede noch so kleine erzählerische Leerstelle zentnerschwer mit voraus zu sehender Kitschromantik gefüllt. Und die Mythen? Ich bitte Sie, hier entsteht doch keine neuartige Melange, hier werden doch nur die gemeinsten Anschlüsse bereit gestellt; Umweltzerstörung und Entfremdung des Menschen vom natürlichen Leben sind der momentane Trend, ganz zu schweigen davon, dass das Bild vom bösen Kapitalismus gerade auch die Gemüter der Massen trifft, insbesondere nach der sog. Wirtschaftskrise. Daran ist nichts subversiv, nichts kritisch oder rebellisch, das Ganze ist lediglich eine gut aufgesetzte Marketingstrategie, um soviel Umsatz wie möglich mit einem der lächerlichsten cineastischen Produkte der letzten Dekade zu generieren. Hier und nur hier liegt die Meisterschaft des Films: Seine Konzeption als money mashine. Und zu allem Überfluss sieht sich der Regisseur noch als Heilbringer und ist vom Kritikpotenzial seines Machwerks durchaus überzeugt; was nicht mehr bedeutet, als das sich dieser samt seines Pamphlets tatsächlich auch noch ernst nimmt – absurd über lächerlich bis tragisch vor dem Hintergrund der Parallelvermarktung (Blockbuster + Videospiel), die, gelegt auf die Vorweihnachtszeit, auf den fruchtbaren Boden höchstmöglicher Konsumbereitschaft fällt (siehe auch Frédéric Valin).

Ein Moment an der großen technischen Nivellierung macht mir hingegen Sorgen. Ein Satz von Béla Balász: „Die Kamera nimmt mein Auge mit. Mitten ins Bild hinein. Ich sehe die Dinge aus dem Raum des Films. Ich bin umzingelt von den Gestalten des Films und verwickelt in seine Handlung, die ich von allen Seiten sehe.“[1] Diese Sätze von Balász treffen auf Avatar 3D haargenau zu und erhalten eine weitaus höhere Gültigkeit als rückblickend auf das Medium Film zu Zeiten Balász’s. Was er meint, ist, hier verkürzt dargestellt, die Macht (oder Gewalt), die die Kamera selbst ausübt, in Form einer erzwungenen Führung der Blickrichtung des Zuschauers. Norbert Grob erweitert dies noch und meint den Zuschauer, auch wenn jener physisch nahezu erstarrt im Kinosessel verharrt, „als Subjekt ästhetischer Erfahrungen aktiv und unentwegt in Bewegung“[2]. Aufgrund der Beobachtung, dass der Zuschauer in den Zustand einer steten Überwältigung (durch den Bilderrausch) versetzt wird, der er nicht entgehen kann, kommt Grob zu einer weiteren Schlussfolgerung. Diese Überwältigung nämlich „erzeugt komplementär zu der inhaltlichen Gewalt des Films, Gewalt durch den Film selbst, die sich gegen den Zuschauer richtet“[3]. So bezeichnet er diesen Vorgang sogar als Form der ästhetischen Vergewaltigung. Auch wenn diese Vorgänge um einiges komplizierter und komplexer sind, wollte ich den Ansatz doch kurz aufgreifen, da die 3D-Technologie tatsächlich im Betrachter Schmerzen auslösen kann, folgt er nicht der vorgegebenen Blickrichtung. Ich habe das Experiment einige Male während des Films an mir vollzogen, in dem ich bewusst sehend vom Fokus im jeweiligen Bild in den Hinter- oder Vordergrund des Bildes abgewichen bin, was mir ein ums andere Mal Tränen in die Augen trieb. Der Versuch also, von der vorgegebenen (oder technisch aufgezwungenen) Blickrichtung abzuweichen, wird mit Schmerzen quittiert – so tut der Film dem Zuschauer, verlässt er das vorgegebene Spielfeld (bildlich gesprochen) Schmerzen an, bestraft diesen für seinen Ausbruch, für die Nicht-Einhaltung der vorgegebenen Sichtweise. Richtig interessant wird dies, wenn man die von mir benannte ‘Strafe’ in den ideologischen Komplex einbaut. Dies soll aber wann anders geschehen, vielleicht nach der Veröffentlichung von AVATAR II, wenn die Menschen zurückkehren und vollenden wollen, was sie begonnen haben – gähn…

Eine interessante Perspektive auf den Film bietet Annalee Newitz, die den Film als “just the latest scifi rehash of an old white (christian! Anm. d. Verf.) guilt fantasy” liest: When will white people stop making movies like avatar!

[1] Béla Balázs, Der Geist des Films, Frankfurt am Main 2001, S. 15.

[2] Norbert Grob, Akt der Gewalt, S. 165.

[3] Ebenda, S.166.

Béla Balász:
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21 Kommentare zu „AVATAR – langweiliger kann Kino kaum sein“

  • heinrich sagt:

    danke für den schönen beitrag.
    mich wollten auch ansonsten filmisch gebildete menschen in diesen film schicken.
    glückicherweise erreichte mich dein verriss vorher und ich erspare nicht nur mir ein paar euro, sondern leiste einen kleinen beitrag, dass es keinen zweiten teil geben wird.

    was du schriebst bzw. zitiertest über die macht der kamera bzw. die dominanz der blickrichtung durch den film:
    das fällt mir schon länger auf und ich frage mich, wieso die menschen um mich herum das scheinbar unbekümmert hinnehmen. bei guten filmen ist es nachvollziehbar, jedoch bei den meisten filmen geht es mir auf den keks, dass sich ansonsten kritische menschen so viel gefallen lassen. denn wer geht schon früher aus dem kinosaal? wer beendet die gekaufte oder geliehene DVD frühzeitig? kaum jemand und so scheinen wir fast alles hinzunehmen, was onkel regie und tante marketingmaschine für uns bereithält an banalem, wiederholtem, durchschnittlichem und inhaltlich anspruchslosem…

  • Matthias sagt:

    Ich habe den Film gestern gesehen und muss dir bezüglich der Story 100 % recht geben. Vorhersehbar wie Titanic. Allerdings war mir das 3D Erlebnis ein echter Augenöffner, toll was da auf uns zu kommen wird, wenn Regisseure sich darauf eingestellt haben. Beim Lesen deines Beitrags beschleicht mich das Gefühl, du hast den Film nicht in 3D gesehen!?

  • tm sagt:

    Hallo Matthias.

    In wie fern genau beschleicht dich das Gefühl, ich habe den Film nicht in 3D gesehen, wenn ich doch im letzten Absatz meine persönliche Reflektion bzgl. 3D-Visualisierung und Lenkung der Blickrichtung thematisiere?

  • Henning sagt:

    Hab bezüglich des Avatar-inhalts die beste Kritik überhaupt gefunden.

    http://failblog.org/2010/01/10/avatar-plot-fail/

  • Lyriost sagt:

    Es gibt bessere Filme, aber noch mehr schlechtere. Es gibt aber nur wenig schlechtere Kritiken. Aber viele bessere. Wer die Macht der Kamera scheut, der sollte nicht ins Kino gehen, sondern in den Park. Wenn er nicht die Macht der Straßenköter scheut. Was ich herauslese aus dieser Kritik, ist der Neid auf den Erfolg. Das ist kleinkariert deutsch, deutscher geht’s nicht. Das wird hier hinter Pseudointellektualität und sprachlicher Preziosität verborgen. Aber nur schlecht. Was vollkommen fehlt, ist Selbstreflexion.

  • tm sagt:

    Hallo Lyriost.

    Vielen Dank für deinen Kommentar und die perspektivische Erweiterung meines Gedankenganges. Ein paar Anmerkungen:

    1. Wer sich mit der Macht der Kamera beschäftigen möchte, muss ins Kino gehen.
    2. Ich gehe auch gerne in den Park, allerdings scheue ich die allgegenwärtige Macht der Hundescheiße.
    3. Ich bin kein Regisseur, wie soll ich da neidisch auf den Erfolg eines Filmschaffenden sein? Aber alle Achtung, dass du eine solche Regung aus meinem Beitrag deuten kannst.
    4. Was hat die Nationalität damit zu schaffen?
    5. Insbesondere verstecke ich diese doch nicht hinter “Pseudointellektualität und sprachlicher Preziosität”. Wenn ich nationale Befindlichkeiten äußern wollte, würde ich dies ganz offen pseudointellektuell und preziös tun.
    6. Und noch mal zur sog. “Pseudointellektualität und sprachlicher Preziosität”: Habe einige deiner Texte gelesen, und da kann ich das Etikett gerne zurück geben: “Daß er sein Leben ohne erkennbaren Sinn abzuspulen hat, eine unbegreifliche Veranstaltung in einer Umgebung, die der Mensch nicht versteht, ist für ihn ebenso eine ungeheuerliche Kränkung wie das Bewußtsein seiner Nichtigkeit angesichts der nicht begreifbaren Dimensionen des Seienden und der Unerklärlichkeit des Seins.” (aus “Jenseits der Tröstungen”)
    7. Ich glaube auch, dass es nur wenige schlechtere Kritiken zu dem Film gibt! Zumal dies hier eine Polemik ist.
    8. Hast du auch irgendeine inhaltliche Anmerkung zu meinem Beitrag? Vielleicht schaffe ich es ja dann beim nächsten Text mein kleinkariertes Deutschtum besser zu verbergen oder offen, selbstreflektiert damit umzugehen.

  • Lyriost sagt:

    Lieber tm,

    ich habe den Film gesehen, ohne im Kinosessel zu erstarren. Visuell interessant, Plot durchschnittlich, aber sympathisch. Ich habe keinen Tarkowskij oder Bergman erwartet. Ist halt Hollywood mit einem seiner Märchen. Die auf Gier und technologischem Fortschrittswahn beruhende Primitivität unserer Zivilisation ganz gut dargestellt. Die Idioten verlieren. Was will man mehr – wie im Märchen üblich. Mehr nicht, aber auch nicht weniger. Der unterschwellige Rassismus, den Annalee Newitz und David Brooks in der NYT gefunden haben wollen (und in der ZEIT Josef Joffe), ist mir entgangen. Ein eher durchschnittlich intelligenter Behinderter als weißer Messias-Held? Nur weil er einen Finger mehr hat? Da muß man erst mal drauf kommen.

    Das Ganze ist visuell spektakulär und auch unterhaltsam. Wenn ich allerdings eine intelligente Geschichte haben will, lese ich lieber ein Buch.

    Und was den Erfolgsneid betrifft, so hat der nichts mit der Tätigkeit zu tun, die der Neidische ausübt. Erfolg ist in Deutschland bah, bah, das ist nicht erst seit gestern in diesem unseren Lande Konsens unter Intellektuellen und sich intellektuell Gebärdenden. Hier gönnt man höchstens denen den Erfolg, die dümmer sind als man selbst.

    Polemisch werden die Leute meistens dann, wenn sie eine vorgefaßte Minderheitenmeinung verteidigen wollen gegen eine Mehrheitsmeinung, ohne so recht zu wissen, warum.

    Gruß
    Lyriost

  • Lyriost sagt:

    Und noch was: deine Überschrift mit der Langeweile. Entweder liegst du damit voll daneben. Ich hab mit vielen durchaus intelligenten Menschen gesprochen, die meisten fanden den Film gut, einige wenige hatten unterschiedliche Einwände. Aber langweilig fand den Film wirklich keiner. Du, wenn du ehrlich bist, auch nicht. Sonst wäre er dir keine “Polemik” wert gewesen. ;-)

  • tm sagt:

    Mich hat der Film durchaus sehr gelangweilt – wenn ich ehrlich bin. Aber trotzdem war er mir die Zeilen wert. Das schließt einander nicht aus. Und auch ich habe mit vielen Menschen über den Film gesprochen. Einige fanden selbigen visuell spektakulär und atemberaubend, andere hingegen haben sich über alle Maße gelangweilt. Und?

    Ob man unter Intellektuellen hierzulande nur den vermeintlich Dümmeren Erfolg gönnt, kann ich nicht sagen. Zumindest lese ich sehr viele Besprechungen, die sehr wohlwollend, gönnend und im Sinne der Werkförderung gehalten sind.

  • Lyriost sagt:

    Lieber tm,

    dich (“ich fand den Film langweilig”, nicht “der Film ist langweilig) hat der Film also gelangweilt. Das ist natürlich legitim, obgleich es mich ein wenig wundert, weil du doch deine Tränen in den Augen beschreibst und von Schmerzen redest. Nun ja, du langweilst dich wahrscheinlich auch, wenn der Zahnarzt sich lächelnd mit einem Bohrer über dich beugt. ;-)

    Es nützt dem Leser allerdings wenig, wenn du von deiner subjektiven Langeweile sprichst, ohne zu definieren, was für dich Langeweile bedeutet, und ein paar Gegenbeispiele aufführst. Fandest du zum Beispiel die andauernden Kloppereien bei “Matrix” langweilig oder eher die langen Einstellungen bei “Stalker”?

    Zum Schluß noch etwas zur Pseudointellektualität. Balázs, Grob, Valin u.a. werden bemüht, um deine Thesen zu stützen, und gar der gute Kumpel “Teddy” Adorno. Das ist zu dick aufgetragen und wirkt so wie bei einer Zwölfjährigen, die sich am Schminktäschchen der Mama vergriffen hat und das rechte Maß noch nicht kennt. Eine kleine Pseudofrau. Du verstehst?

    Du solltest dich einfach ein wenig zurückhalten mit vorschnellen Urteilen und allzu großen Worten.

    Gruß
    Lyriost

  • tm sagt:

    Lieber Lyriost.

    Ich wollte mich wirklich bemühen dir ernsthaft zu Antworten, aber ich schaffe es nicht. Deine Worte amüsieren mich einfach zu sehr (als Gegenbeispiel zu dem, was mich langweilt).

    Ich glaube ja durchaus, dass deine Ratschläge gut und freundlich gemeint sind. Doch fällt es mir schwer, selbige aus deinen Allgemeinplatztiraden, Unterstellungen und wilden Verwechslungen zu filtrieren. Ich hätte deine Kritik (und die darin enthaltenen Metaphern sind tatsächlich ganz nach meinem Geschmack!) höchstwahrscheinlich verständiger aufgenommen, wären sie nicht in oberlehrerhafter Manier und Arroganz verfasst (ich muss dir ja auch mal einen auf die mir zugedachte nationale Befindlichkeit, Pseudointellektualität, Preziosität, Neid, fehlende Selbstreflektion, vorschnelles Urteil und Großspurerei ausschenken).

    So höre nun meinen guten Rat: Halte dich einfach ein wenig mit vorschnellen Worten und allzu großen Urteilen zurück.

    Liebe Grüße Timo (Smiley).

    ps. Du wirst mir immer sympathischer! Vielleicht schminken wir uns ja mal zusammen…

  • Lyriost sagt:

    Zum Schminken bin ich schon zu alt, Timo, lohnt sich nicht mehr. War auch nie mein Ding. Und Ratschläge muß man nicht annehmen, aber es ist manchmal nicht förderlich, sie aus Trotz zu ignorieren. Mach’s gut, bis ein andermal. ;-)

  • Max sagt:

    Eine derart subjektive filmkritik habe ich wirklich selten gelesen.
    Allein schon die überschrift:
    ” langweiliger kann Kino kaum sein”?! Ich glaube da würden dir ziemlich viele Menschen widersprechen…

    Zugegeben, die storyline war erschreckend gerade und vorhersehbar ABER am ende des tages hat man genau das bekommen was einem auch versprochen wurde: ein wunderschön kitschiges hollywood-märchen!

  • Qatifa sagt:

    Hallo Timo,

    danke für den Hinweis auf diese Diskussion. Meine Meinung zum Film hatte ich Dir ja, glaube ich, schon ausreichend mitgeteilt. Deine Meinung dazu kann ich genauso akzeptieren. Andere können das wohl nicht so gut.
    Fürwahr amüsant, interessant und auch irgendwie schön, dass es noch Auseinandersetzungen auf einem solchen Niveau gibt.

    ~Qat~

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